|
 |
 |
 |
|
Home > Informationsinteressen - Informationskulturen. UNESCO-Vorbereitungskonferenz für die Region Europa zum Weltgipfel Informationsgesellschaft - Mainz, Deutschland - 27.-29. Juni 2002
|
 |
 |
 |
|
Abstrakt - Diese Seite ist nur auf Deutsch verfuegbar; zurueck zur englischen/französischen Seite ueber "Home"/"Acceuil" bitte.
Im Vorfeld des UNO-Weltgipfels zur Informationsgesellschaft findet vom 27. bis 29. Juni 2002 im ZDF-Konferenzzentrum in Mainz die UNESCO-Regionalkonferenz "Informationsinteressen - Informationskulturen" statt, die die europäischen Perspektiven fuer die Informationsgesellschaft beleuchtet.
Themen sind unter anderem die Ethik der Informationsgesellschaft, Rechte am geistigen Eigentum und Urheberrecht sowie der gleichberechtigte Zugang zu Information und Wissen.
Vom 10. bis 12. Dezember 2003 wird in Genf der UNO-Weltgipfel zur Informationsgesellschaft (World Summit on Information Society / WSIS) stattfinden. Organisator ist die Internationale Fernmeldeunion (ITU) gemeinsam mit anderen Sonderorganisationen der Vereinten Nationen wie das VN-Entwicklungsprogramm (UNDP), die Internationale Arbeitsorganisation (ILO), das VN-Umweltprogramm (UNEP), die Welternährungsorganisation (FAO) sowie die UNESCO.
Zu einer Vorbereitungskonferenz der UNESCO-Region Europa (zu der auch Nordamerika und Israel gehören) kommen vom 27. bis 29. Juni 2002 in Mainz auf Einladung der UNESCO und der Deutschen UNESCO-Kommission in Zusammenarbeit mit dem Land Rheinland-Pfalz, dem Beauftragten der Bundesregierung fuer Angelegenheiten der Kultur und der Medien (BKM) und des Zweiten Deutschen Fernsehens (ZDF) Vertreter der europäischen UNESCO-Nationalkommissionen, internationaler Organisationen wie Europarat und EU sowie von Fachorganisationen zusammen.
Freier Austausch von Ideen - Barrieren ueberwinden
Die UNESCO ist in ihrer Verfassung dem "freien Austausch von Ideen in Wort und Bild" verpflichtet. Sie hat das Mandat, freien Zugang zu Information und Wissen zu befördern und zu organisieren und gemeinsam mit ihren Mitgliedstaaten Konzepte zur Überwindung der zahlreichen Barrieren zu erarbeiten. Den Analysen, der Praxis und dem Urteil von Fachorganisationen sowie der Zivilgesellschaft misst die UNESCO hierbei großes Gewicht bei. Es geht um Orientierungsprinzipien zu Fragen wie Infrastrukturentwicklung in so genannten Entwicklungsländern, Erhaltung kultureller Vielfalt, freien Zugang zu öffentlicher Information (public domain), Meinungsfreiheit in der Informationsgesellschaft sowie Bildung in und fuer die Informationsgesellschaft.
Die europäische Regionalkonferenz der UNESCO, die durch ein hochrangiges europäisches Programmkomitee unter der Leitung von Prof. Kuhlen, Vorsitzender des Fachausschusses Information und Kommunikation der DUK, vorbereitet wurde, wird in drei Arbeitssitzungen drei der wichtigsten Themen des WSIS-Gipfels vorbereiten:
1. Wem gehört das Wissen? Geistiges Eigentum und Urheberrecht. Die Ergebnisse sollen in das WSIS-Thema "Regulierungsrahmen - Rechte am geistigen Eigentum und legale Ausnahmen" eingebracht werden.
2. Die Wuerde des Menschen: Wie können Bedarf und Rechte der Nutzer respektiert werden? - ein Beitrag zum WSIS-Thema "Verbraucherschutz, Schutz der Privatsphäre, Ethik der Informationsgesellschaft".
3. Die digitale Kluft verringern: Das Potenzial regionaler Forschungs- und Bildungsnetze. Hier geht es um einen Beitrag zum WSIS-Thema "Zugang erleichtern - Dienste und Anwendungen, Folgen der Informationsgesellschaft f?r die Wissenschaften".
Die Informationsgesellschaft wird von sehr heterogenen Kulturen geprägt. Ob und wie Vertreter gegensätzlicher Interessen sich auf Prinzipien des Zugangs und eine gemeinsame Lesart von Kontroversen einigen können, wird erhebliche gesellschaftspolitische Auswirkungen haben. Unbehinderte und zu fairen Bedingungen mögliche Nutzung und Gestaltung öffentlicher Wissensbestände und kultureller Gueter und Dienstleistungen ist von erheblicher Bedeutung fuer die Zukunft der Demokratie.
Hochrangig besetzte Podiumsdiskussion
Eine politisch hochrangig besetzte Podiumsdiskussion im Rahmen der Konferenz fragt nach der Rolle und Verantwortung von Regierungen bei der Gestaltung der Informationsgesellschaft. Es diskutieren der Ministerpräsident des Landes Rheinland-Pfalz und Medienbeauftragte der Länder, Kurt Beck, der Beauftragte der Bundesregierung fuer Angelegenheiten der Kultur und der Medien, Staatsminister Prof. Dr. Julian Nida-Ruemelin, der serbische Minister fuer Wissenschaft, Technologie und Entwicklung, Prof. Dr. Dragan Domazet, das fuer Bildung und Kultur zuständige Mitglied der Europäischen Kommission, EU-Kommissarin Viviane Reding (angefragt), sowie der Beigeordnete Generaldirektor der UNESCO fuer Kommunikation und Information und ehemalige Präsident der Indira Gandhi Open University New Delhi, Prof. Dr. Abdul Waheed Khan. Die von der Vizepräsidentin der Deutschen UNESCO-Kommission, Dr. Verena Metze-Mangold, moderierte Debatte wird Antworten auf die Frage nach dem Verhältnis der politischen und kulturellen Erwartungen und Interessen in der Zivilgesellschaft zu wirtschaftlichen Interessen und andere aktuelle Probleme der Informationsethik suchen.
Die Konferenz will politische und fachliche Perspektiven auf dem Weg zur offenen Informationsgesellschaft erarbeiten. Direkt im Anschluss wird vom 1. bis 5. Juli 2002 in Genf zum ersten Mal das zwischenstaatliche Vorbereitungskomitee des Gipfels zusammentreten. Die Ergebnisse der Mainzer Konferenz sollen dort eingebracht werden.
|
|